Radsport - Rund um den Sonnenstein

…rückblickend

hat unser Radrennen seinen Ursprung als „Königsdisziplin“ der ehemaligen Dorfmeisterschaften, welche im Rahmen des Sportfestes bei uns in Jützenbach ausgetragen wurden. 2016 ins Leben gerufen, war die Idee, mit diesem Wettkampf wieder frischen Wind in das traditionelle, aber etwas abgeblasste Sportfest zu bringen.                                                                                                                                            Der Plan war: Jedes teilnehmende Team, sollte ein oder zwei Personen ausgewählen, die den „Rad-Marathon“ am Sonntagmorgen bestreiten sollten, oder wollten. Die Teams bildeten die örtlichen Vereine, oder spontane Gruppierungen welche sich aus der aktuellen Laune herraus zusammensetzten. So war die erste Schwierigkeit, sich bei der Feier am Vorabend etwas zurückzuhalten. Am nächsten Tag standen etwa 10 – 15 Teilnehmer an der Startlinie um sich zu messen. Gefahren wurde mit Fahrrädern aller Art und es gab so gut wie keine Auflagen. Lediglich E-bikes waren nicht erlaubt. Diese fuhren erst in den nächsten Jahren in einer eigenen Wertung. Alles war also recht ungezwungen, Spiel, Spaß und Spannung für Jedermann war das Motto. Ein sportlicher und fairer Wettkampf sollte es aber dennoch sein. Keiner dachte damals an ein echtes Radrennen. Es gab nur eine Wertung die schlussendlich in die Teamwertung der Dorfmeisterschaft einfloss. Von Beginn an jedoch, war das Radrennen das eigentliche Highlight dieser Dorfmeisterschaft.

Die ursprüngliche Strecke war damals etwa 20 km lang, und führte über Sonnenstein nach Holungen, Bischofferode, Weißenborn und wieder zurück zum Start und Ziel am Sportplatz in Jützenbach. Da auf dieser Strecke der Sonnenstein auf engster Möglichkeit die öffentlichen Straßen bieten umrundet wurde, eignete sich dies auch als perfekter Namensgeber für das Fahrradrennen – 

                                                                                             „Rund um den Sonnenstein

Mit jeder weiteren Austragung des Rennens zog es weitere Kreise und verbreitete sich unter den Radsportfans aus der Umgebung. Die Zahl der Teilnehmer stieg kontinuierlich an. Sogar in der Zeit als Corona unser Land fest im Griff hatte, gelang es uns mit viel Engagement, Herzblut und trotz zahlreicher Auflagen unser Radrennen zu organisieren und auszutragen! Teilnehmer mit internationaler Herkunft mischten sich inzwischen auch unter das Starterfeld.

Wurden anfangs die Zeiten der Teilnehmer noch klassisch von Hand genommen, war dies mit steigender Teilnehmerzahl und den damit verbundenen, meist sehr, sehr knappen Entscheidungen beim Zieleinlauf, nicht länger möglich. Ab 2021 haben wir auf eine elektronische, Transponder gestützte Zeitnahme umgestellt. Das Chaos bei der Zeitnahme hatte damit ein Ende. Seitdem standen auch bei jeder Austragung über 100 Fahrer am Start. 

Die Streckenführung wurde im Laufe der Jahre mehrfach angepasst. Wurde erst nur eine Runde gefahren, kam mit dem immer sportlicher und professioneller werdenden Starterfeld schnell der Wunsch nach einem längeren Rennen auf. Somit haben wir im nächsten Schritt das Rennen auf zwei Runden ausgebaut. Seitdem kann jeder Teilnehmer bei seiner Anmeldung wählen, ob er das Rennen 1 mit einer Runde, oder Rennen 2 mit zwei Runden fahren möchte. Bis einschließlich 2023 führte die immer noch ursprüngliche Streckenführung über Holungen und Bischofferode.

2024 wurde die Streckenlänge für einen Umlauf erstmals erweitert und von der Linde in Bischofferode aus, über Großbodungen, Epschenrode und Stöckey geführt. Nach dieser Runde standen nun 35km auf der Uhr. Aufgrund von notwendigen Straßen-sanierungen stand diese Strecke aber im folgenden Jahr nicht mehr zur Verfügung.

2024 gingen auch letztmalig E-Bikes an den Start. Die Anzahl der Teilnehmer in dieser Klasse war von Beginn an recht übersichtlich. Noch dazu machten die recht vielfältigen Möglichkeiten der Leistungsmanipulation an diesen Rädern, dieses Rennen schlussendlich doch zu einem ungleichen und somit unfairen Wettbewerb. Technische Kontrollen hätten einen viel zu hohen Aufwand bedeutet.

Längst ist die Runde als Teil der ehemaligen Dorfmeisterschaft über sich hinausgewachsen und gehört der Geschichte an. Junge, perfekt trainierte Radsportler beanspruchen die Podestplätze für sich. Kaum einer der ersten Teilnehmer steht heute noch mit am Start. So sind auch die Namen der Sieger für die meisten der örtlichen Zuschauer unbekannt.

…aktuell

Seit 2025 führt die aktuelle Strecke nicht mehr über Holungen. Nach wie vor geht es vom Start/Ziel am Sportplatz in Jützenbach mit stehendem Start los, gegen den Uhrzeigersinn, in südliche Richtung. Über Sonnenstein, gerade aus durch die Senke am Abzweig Holungen vorbei und wieder hoch zum Segel, weiter nach Kaltohmfeld, Haynrode, Neustadt, Großbodungen, Bischofferode, Weißenborn und wieder zurück nach Jützenbach. Auf dieser 36km langen Runde müssen 480 Höhenmeter bewältigt werden.

Seit Beginn an hat sich das Rennen kontinuierlich weiterentwickelt. Mit jeder weiteren Auflage versuchen wir Dinge und Abläufe zu verbessern und Fehler nur einmal zu machen. Dennoch ist unser Radrennen ein „Jedermannrennen“ geblieben. Für eine Teilnahme ist keine Lizenz erforderlich. Der VfB Jützenbach gehört keiner Radsport-Vereinigung und auch keinem Radsportbund an. Trotz der immer populärer werdenden Veranstaltung, besitzt unser Verein bis heute noch kein eigenes Radsportteam.

Unterstütz und nur möglich wird unserer Rennen aber erst durch die vielen freiwilligen Helfer am Rande und hinter den Kulissen, die organisieren und mit anpacken. Ganz besonders herzlich sei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Holungen, Kaltohmfeld, Haynrode, Neustadt, Großbodungen, Bischofferode, Weißenborn und Jützenbach gedankt. Unterstütz werden wir auch schon seit einigen Jahren von den Rettungskräfte des DRK und der Polizei Thüringen.

Vielen Dank das Ihr es möglich macht!

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